Shimano Q'AUTO: Selbstgenerierende automatische Schaltung, die das Radfahren von der Ära des "manuellen Schaltens" befreit

Shimano Q'AUTO: Self-Generating Automatic Shifting, Freeing Cycling from the "Manual Shift" Era

Von mechanischen Schaltungen, die eine präzise Feinabstimmung erforderten, bis hin zu elektronischen Schaltungen mit präzisen Gangwechseln per Mausklick – die Fahrradgetriebetechnologie hat in den letzten Jahrzehnten bahnbrechende Veränderungen durchgemacht.

2009 brachte Shimano die DURA-ACE 7970 Di2 auf den Markt und führte damit erstmals elektronische Schaltungen an Rennrädern ein – der Beginn einer neuen Ära digitaler Schaltungen. Seitdem folgten Innovationen wie synchronisiertes Schalten und drahtlose Verbindungen Schlag auf Schlag.

Doch bis jetzt stand die elektronische Schaltung vor einem unumgänglichen Problem: Akkulaufzeit .

01 Die Evolution der Gangschaltung: Der revolutionäre Weg von mechanisch zu elektronisch

Die Geschichte der Fahrradschalttechnik ist eine Geschichte der Evolution – von mechanisch zu elektronisch, von manuell zu intelligent.

Als Shimanos Dura-Ace-Serie auf den Markt kam, mussten Radfahrer noch mit komplizierten mechanischen Einstellungen kämpfen. 1984 markierte die Einführung des Shimano Index Systems (SIS) einen Wendepunkt in der Schalttechnik und vereinfachte das Schalten für jeden Fahrer.

Die eigentliche Revolution kam 2009, als Shimano das Digital Integrated Intelligence (Di2)-System einführte. Dieses elektronische Schaltsystem ermöglichte „sofortige Gangwechsel“ und brach mit der gewohnten Denkweise herkömmlicher Schalthebel.

Die elektronische Schaltung eliminiert die Reibung und Dehnung mechanischer Kabel, ist witterungsunabhängig und sorgt stets für präzise Gangwechsel.

Im Laufe des folgenden Jahrzehnts etablierte sich Di2 allmählich vom Nischenbereich des Profi-Rennsports im Alltag und wurde sukzessive in die Ultegra- und GRX-Serien integriert. Die elektronische Schaltung stand jedoch stets vor einer Herausforderung: Stromversorgung .

Ob es sich um einen kabelgebundenen Akku oder ein drahtloses Modul handelt, regelmäßiges Aufladen ist erforderlich – andernfalls wird das Fahrrad zu einem „Einsgangfahrrad“.

02 Die Revolution ohne Batterien

Im Jahr 2025 stellte Shimano seine brandneue Q'AUTO-Technologie vor. Das attraktivste Merkmal dieses Systems ist, dass es Benötigt keinerlei Aufladung und ermöglicht dennoch automatisches Schalten .

Herkömmliche automatische Schaltsysteme sind oft auf Batteriestrom angewiesen, Q'AUTO verfolgt jedoch einen völlig neuen Ansatz: Pedalbetriebene Energieerzeugung . Kernstück ist die SHIMANO CUES FH-U6060 Hinterradnabe, die über eine Dynamofunktion verfügt, um mit jedem Pedaltritt ihre eigene Energie zu erzeugen.

Was bedeutet das? Sie fahren einfach wie gewohnt, und die Nabe erzeugt und speichert automatisch Energie – Sie müssen sich überhaupt keine Gedanken um die Akkulaufzeit machen.

Laut offiziellen Angaben kann der Lithium-Ionen-Kondensator des Systems Energie für mehr als ein Jahr speichern. Selbst wenn das Fahrrad längere Zeit nicht benutzt wird, müssen Sie sich keine Sorgen um einen leeren Akku machen.

Hauptkomponenten des Q'AUTO-Systems

Das Q'AUTO-System besteht im Wesentlichen aus drei Kernkomponenten:

  • Automatischer Schalt-Dynamo-Nabenmotor FH-U6060: Das Herzstück des Systems, mit eingebautem Stromgenerator und Sensoren, kompatibel mit LINKGLIDE 1×10 oder 1×11 Kassettenspezifikationen.
  • RD-U8050 LINKGLIDE Wireless Di2 Schaltwerk: Erhältlich in Versionen mit langem und mittlerem Käfig, unterstützt einen breiten Kassettenbereich von 11-50T.
  • SW-EN605-R Drahtloser Schaltknopfschalter: Verfügt über drei intuitive Schaltknöpfe, die über die E-TUBE PROJECT Software individuell angepasst werden können.

Drei Kerntechnologien für ein verbessertes Fahrerlebnis

Darüber hinaus sorgen die drei Kerntechnologien von Q'AUTO für ein besseres Fahrerlebnis:

  • Intelligente Sensoren: Echtzeit-Fahrstatuserkennung

Das Herzstück der Technologie von Q'AUTO sind drei in die Hinterradnabe integrierte Sensoren, die Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Steigung in Echtzeit erfassen.

Diese Daten dienen dem System als Grundlage, um den Schaltzeitpunkt zu bestimmen und so sicherzustellen, dass für jede Straßenbedingung das am besten geeignete Übersetzungsverhältnis ausgewählt wird.

  • Adaptives Lernen: Über 6.500 Algorithmen

Noch beeindruckender ist die KI-Lernfähigkeit von Q'AUTO. Das System zeichnet das Schaltverhalten und den Fahrstil des Fahrers auf, analysiert diese und passt die Einstellungen anhand einer Bibliothek von über 6.500 Algorithmen an.

Fahrer können die Gänge manuell über die Di2-Schaltknöpfe wechseln – diese Schaltvorgänge werden vom System aufgezeichnet, um dessen Lern- und Entscheidungsfähigkeit weiter zu verbessern. Eine Fahrt von etwa 6 Kilometern auf ebener Strecke reicht aus, damit die KI Ihre Vorlieben erlernt.

  • Drei voreingestellte Modi: Für unterschiedliche Fahrstile

Auch ohne Lerndaten bietet Q'AUTO drei voreingestellte Modi, um sich an unterschiedliche Fahrpräferenzen anzupassen.

Durch Doppelklicken auf die Funktionstaste am Schaltwerk kann zwischen Auto 1 (langsames, kraftvolles Treten), Auto 2 (ausgewogene Einstellung) und Auto 3 (leichte Gänge für schnelles Treten) umgeschaltet werden.

Herkömmliche Schaltvorgänge erfordern, dass sich Fahrer ablenken, indem sie die Straßenverhältnisse prüfen und die Gänge anpassen – Q'AUTO übernimmt das direkt für Sie. Für Fahrer, die Wert auf Individualisierung legen, bietet Q'AUTO zudem umfangreiche manuelle Steuerungsmöglichkeiten. Sie können jederzeit in den manuellen Modus wechseln und die Freiheit der unabhängigen Kontrolle genießen.

Q'AUTO ist nicht für Wettbewerbsszenarien konzipiert; stattdessen richtet es sich an Stadtverkehr, leichte Touren und Gravelbiken – all diese Einsatzmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Berichten zufolge wird das Rose Sneak 3 EQ eines der ersten Modelle sein, das mit diesem System ausgestattet wird, während das AUTOMATE-Modell der japanischen Marke NESTO ebenfalls für November 2025 angekündigt ist.

Q'AUTO steht nicht nur für eine technologische Innovation, sondern für einen Paradigmenwechsel im Fahrradfahren. Es ermöglicht Fahrrädern den reinen Antrieb durch Muskelkraft beizubehalten und gleichzeitig einen intelligenten Kern zu integrieren. Die Bedeutung dieser intelligenten Entwicklung liegt darin, Fahrräder wieder einfacher zu gestalten und gleichzeitig ein intelligenteres Fahrerlebnis zu bieten.

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